Take-Two hat heute (03.08.2007) bekannt gegeben, dass "Grand Theft Auto IV" nicht mehr in diesem Jahr erscheinen wird. Strauss Zelnick, Vorstand des Unternehmens, lässt verlauten, dass sich "gewisse Elemente als zeitintensiver als erwartet herausgestellt haben". Man schulde es den Fans und auch sich selbst, das Spiel im bestmöglichen Zustand zu veröffentlichen. Es handle sich dabei um technische "Herausforderungen", ließ Zelnick durchblicken, ohne aber weiter auf Details einzugehen. GTA IV wird damit um knapp ein halbes Jahr verschoben und soll nun erst im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2008 erhältlich sein. Es wird also nicht vor April nächsten Jahres erscheinen. Und als ob diese Hiobsbotschaft noch nicht genug wäre, räumte er auch noch ein, dass die Entwicklung der PS3-Version deutlich hinterherhinke und wahrscheinlich erst einige Monate nach dem XBox360-Release veröffentlicht werde. Mit einer deutschen Version für die PS3 wird man also wahrscheinlich nicht vor Herbst 2008 rechnen können.
Über die Ursachen darf nun munter spekuliert werden - so hat bis zum heutigen Tage niemand außerhalb der Firma je die PS3-Version von GTA IV zu Gesicht bekommen - bei Vorführungen war stets die Xbox 360-Fassung verwendet worden. N'Gai Croal mutmaßte bereits, dass Rockstar auch Probleme mit jener Version haben dürfte und will aus gut informierter Quelle gehört haben, dass Microsoft kürzlich Mitarbeiter zu Take-Two entsandt hatte, um den Entwicklern vor Ort unter die Arme zu greifen. Croal geht weiter davon aus, dass die PS3-Umsetzung vermutlich so oder so verschoben worden wäre, der Publisher nun aber auch zu dem Schluss kommen musste, dass man die Xbox 360-Fassung nicht im anvisierten Zeitrahmen in der angestrebten Qualität fertig stellen könne. Take-Two hätte den Titel eigentlich dringend im Weihnachtsgeschäft benötigt, auch Microsoft würde die Verschiebung alles andere als ins Programm passen, schließlich hätte man mit GTA IV aufgrund der zwei exklusiven Episoden ein weiteres Zugpferd für die eigene Konsole in jenem Zeitraum gehabt. Eine erste Reaktion gab es schon an der Wallstreet: Im nachbörslichen Handel fiel der Kurs der Aktie des Publishers um nicht weniger als 18 Prozent angesichts der Verschiebung und der damit verbundenen finanziellen Implikationen. |